Sektion Artillerie + Train (Jahresbericht 2008)

Die Arbeitsgruppe befasst sich mit dem Sammeln, Erhalten und Pflegen von Geschützen, militärischen Fuhrwerken samt Beschirrung und Reitzeug.

Unser Ziel ist es aber nicht allein, militärische Antiquitäten zu konservieren und in Vitrinen zu präsentieren, sondern auch, mit dem Material praktisch zu arbeiten und damit das Wissen der Veteranen der nächsten Generation weiterzugeben.

In der Gruppe engagieren sich alte Kanoniere, Artilleriefahrer und Trainsoldaten, die im Militärdienst das Handwerk von Grund auf gelernt haben; aber auch Berufsleute, die sich dafür interessieren, dass die Kunst des Fahrens mit Fourgon, Karren oder Protze lebendig erhalten bleibt.

Bei der Arbeit mit den Pferden und mit Kollektivwaffen können die Jungen sich praktisch ins Thema Pferdezug einführen lassen. Wir profitieren von der Erfahrung derjenigen, die ihre RS gemacht haben, noch bevor die «Habermotoren» vollständig vom Auto verdrängt wurden.

Auf diese Weise wird das Know-how weitergegeben, das es z.B. braucht, um die Geschütze sechsspännig vom Sattel aus fahren zu können. Wenn einmal die direkte Überlieferung abgebrochen ist, und man keine andere Möglichkeit mehr hat, als etwas aus den noch vorhandenen Reglementen zu rekonstruieren, dann wird dies sehr viel mühsamer.

In der Sektion Artillerie & Train pflegen wir auch das militärische Brauchtum: Böllerschiessen und Barbarafeier gehören zu den Höhepunkten im Vereinsleben. Bei festlichen Auftritten tragen wir die Uniform der Zürcher Batterie Nr 4 (1852) oder Feldgrau. Wir arbeiten zusammen mit der Bündner Gebrigsbatterie 26 (1861), der Berner Maritzbatterie (1840) und der Artilleriemusik Zürich (1903).