Geb Art Bttr 26 (GR)
Jahresbericht 2008
 
Über uns


Aus der Geschichte der Gebirgsartillerie:

1840
Aufstellung der ersten zwei Gebirgsbatterien zu 4 Haubitzen (44 Saumtiere und 114 Mann). Die Geschütze stellt der Bund, Offiziere und Kanoniere von Zürich, Trainsoldaten und Saumtiere von Graubünden (Auszug Bttr 26) und Walllis (Auszug Bttr 27) Auszug Batterien 26 GR und 27 VS

1850
Vermehrung 1850 um die Batterien 54 GR und 55 VS

1857
erster Einsatz der Walliser Gebirgsbatterie Nr 27 als taktische Einheit.

1859
erstmals werden Gebirgsartilleristen in einer eigenen Rekrutenschule ausgebildet

1860
Überschreitung Panixerpass durch die vereinten Bündner Gebirgsbatterien 26 und 54. Zur Überquerung grosser Schneefelder werden die zerlegten Geschütze auf leichte Schlitten verladen.

1861
Gotthardmanöver: Die Walliser Batterien 27 und 55 beweisen während dem grossen Truppenzusammenzug ihren taktischen Wert im Gefecht.

1862
Gebirgsmanöver: Die beiden Bündner Batterien beweisen mit der Überschreitung mehrerer Pässe ihre Kriegstüchtigkeit.

1864
Wiederholungskurs mit fünftägigem Übungsmarsch von der Luziensteig über Trübbach – Kamorpass – Appenzell – Schwägalp – Toggenburg – Amden – Weesen – Ragatz – Luziensteig.

1864
Die Militärorganisation 1864 vermindert die Zahl der Gebirgsbatterien auf zwei und erhöht die Zahl der Geschütze pro Bttr auf 6. Der Batteriebestand steigt auf 170 Mann und 71 Saumtiere. Die Bündner stellen neu die Batterie 61; das Wallis die Batterie 62.

1864
Die Gebirgsartillerie wird mit der neuen 4£ Gebirgskanone Ord 1864 ausgerüstet. Diese verfügt über ein Bronzerohr mit 6 Zügen und schiesst auf eine Distanz von 1600 Metern.

1866
Aktivdienst während des Italienisch-Österreichischen Krieges: Grenzbesetzung der Bündner Gebirgsartillerie, gemeinsam mit der Scharfschützenkompanie 36 im Engadin und Münstertal.

1870
Umbenennung in „gezogene Gebirgs-Batterien“ (4-Pfünder) Batterien 26, 27, 54 & 55 sind in der Artilleriebrigade 14 zusammengefasst (dem Armeestab zugeteilt).

1870/71
Aktivdienst: Während dem Deutsch- Französischen Krieg nehmen die Auszugsbatterien 26 und 27 an der Grenzbesetzung im Neuenburger Jura teil.

1874
Einführung 7,5cm Geschütz 1877 Gebirgsbatterien Auszug: 61 GR und 62 VS, dazu Landwehr Batterien mit gleicher Nummer wie Auszug.

1897
Vermehrung der Gebirgs-Batterien im Auszug durch zwei zusätzliche Batterien des Bundes von 2 auf 4 (zu je 6 Geschützen) Auflösung der beiden kantonalen Lw Geb Bttr

1906
Anstelle der 2 kantonalen und 2 Bundesbatterien werden 6 neue Batterien zu vier 7,5 cm Schnellfeuergeschützen (Ord 1906) errichtet. Gebirgsartillerie-Abteilungen 1+2 mit den Batterien 1-6

Bilder zum Thema


Quellen:

„Der Tanzbödeler“ Nr 68, Magazin für Uniformkunde und Militärgeschichte 18.Jahrgang 2000

Angaben von Jürg Burlet (SLM) und Jürg Schmid (Geb Bttr 26).

Allgemeine Schweizerische Militär Zeitschrift, Jahrgang 1864, Seiten 291f und 299 – 301: Bericht von J. Schulthess, Artillerie-Oberstlieut über den Wiederholungskurs der Bündner Gebirgsartillerie.