| Infanterie |
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Im Gegensatz zur gewöhnlichen Infanterie trugen die Jäger in den 1860er Jahren weiterhin den Säbel und die grün-roten Epauletten. Für ihre besondere Aufgabe waren sie mit einem Jägergewehr ausgerüstet, das genauer schoss als die gewöhnliche Flinte des Füsiliers. Die Jäger trainierten den präzisen Einzelschuss, während die Linieninfanterie noch immer mehr oder weniger gezielt Salven schoss. Die Jäger galten als Elite der damaligen Infanterie. Sie sind aus den früheren Voltigeur- (kleine Jäger) und Grenadierkompanien hervorgegangen. Sie wurden in aufgelösten Formationen vor der Front des Infanteriebataillons als Plänkler eingesetzt, hatten den Gegner mit gezielten Schüssen zu stören, seine Stärke und Aufstellung abzutasten, oder sie wurden zur Deckung der Flanken der in Linie aufgestellten Infanterie eingesetzt.
Die Jägertaktik wurde von Napoleon für dessen leichte Infanterie entwickelt. Es war eine bewegliche Truppe, die das Gelände zu ihrem Vorteil auszunutzen verstand und dem auf seinen Einsatzbefehl wartenden oder in geschlossenen Reihen anmarschierenden Gegner empfindliche Verluste zufügen konnte. Die Jäger
wurden 1874 in der Schweizer Armee abgeschafft. Ihre Taktik wurde fortan
von der gesamten Infanterie angewendet, der gewöhnliche Soldat erhielt
mit dem Vetterligewehr eine bessere Waffe, das Bataillon bestand nun aus
vier Füsilierkompagnien, die identisch bewaffnet und ausgebildet waren.
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