Der Knigge für 1861

1. Bei der Begrüssung von Zivilisten mit Handschlag ziehen die Jäger und Unteroffiziere ihr Käppi ab, und nehmen das Käppi in die linke Hand. Die Offiziere ziehen zusätzlich den rechten Handschuh ab. Bei der Begrüssung haben die Milizler die Füsse zusammengestellt. Mit Ausnahme der eigenen Ehefrau, werden die näher bekannten Frauen mit einem Handkuss begrüsst (Mund berührt die Handfläche nie!!!).
 
2. Bei der Vorstellung wird folgendes Schema beachtet: Der Niedrige wird dem Höheren vorgestellt. Die Reihenfolge ist: Frauen über den Männern, Alte über Junge, gemäss dem Grad.
 
3. Läuft ein Jäger in Begleitung einer Dame, so hat er links von ihr zu gehen (Schwert). Falls das Trottoir eng sein sollte, marschiert er auf der den Autos zugewandten Seite.
 
4. Läuft ein Jäger in Begleitung einer Dame die Treppen hinauf, so hat er bei langer Beinkleidung von ihr, hinter ihr, sonst neben ihr zu gehen.
 
5. Während der Schweizer Hymne, dem Fahnenmarsch, den kantonalen Hymnen, Hymnen ausländischer Staaten und dem Sechseläute-Marsch (ausser am Sechseläuten-Wochenende) nehmen alle Milizler spontan Achtungstellung an.
 
6. Wird eine Schweizer- oder Kantons-Fahne senkrecht an der im Harst stehenden Compagnie 1861 vorbeigetragen, wird eine Achtungsstellung befohlen. Der Vorgesetzte entscheidet jeweils gegenüber welchen Vereinsfahnen er die Referenz erweisen möchte.
 
7. Wird eine Schweizer- oder Kantons-Fahne senkrecht an der Miliz, die sich in der Formation "wilder Haufen" befindet, vorbeigetragen, nimmt jeder einzelne Jäger Richtung Fahne spontan Achtungsstellung an.