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Die legendären "Landoltschen Jäger"
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| Salomon Landolt, der spätere "Landvogt von Greifensee" hatte an der Militärschule in Metz und auf seinen Reisen durch Frankreich und Holland das Militär genau studiert um für die seit dem 1712er Krieg (Villmergen II) "in immer tieferen Verfall" geratene Zürcher Miliz neue Impulse zu finden. Bei seiner Rückkehr 1768 schlug er dem Statthalter Heinrich Escher die Bildung eines Jäger-Korps vor. Landolts Idee war revolutionär: Es sollte aus Freiwilligen eine Eliteeinheit gebildet werden, die mit guten Gewehren ausgerüstet und im präzisen Einzelschuss trainiert, in vorteilhaftem Gelände der gewöhnlichen Infanterie weit überlegen sein musste. Zu jener Zeit kämpfte die Infanterie noch in starren Formationen, wobei in Linien auf zwei oder drei Gliedern versucht wurde, den Gegner mit Salvenfeuer zu bekämpfen und dann im Bajonettangriff zu werfen. |
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Geburtsstunde der Zürcher Scharfschützen Landolt war davon überzeugt, dass in seiner Heimat eine andere Infanterie-Taktik zweckmässiger sein müsste, weil "in einem Berglande, in tiefen Talschluchten und Engpässen eine Handvoll entschlossener Leute mit bessern Gewehren bewaffnet und gehörig im Schiessen eingeübt, weit kräftigeren Widerstand leisten könnte als ganze Regimenter gewöhnlicher Infanterie…" Auf privater Basis begann Landolt Freiwillige anzuwerben, besorgte aus privaten Mitteln Ausrüstung und Bewaffung. Bei einer Musterung, die 1770 in der Gegend von Kloten stattfand, zeigte sich der Kriegsrat von Landolts kleinem Korps positiv beeindruckt und erteilte den offiziellen Auftrag zur Bildung eines Zürcher Scharfschützenkorps. Die Nachfrage zur Aufnahme in diese Elite-Einheit war bald so gross, dass fünf Kompanien gebildet werden konnten. Von 1780 bis 1798 legte der Stand Zürich jährlich 5000 Gulden aus, um den Eifer dieser Schützen zu fördern. Nach Zürcher Vorbild entstanden bald in Zug und Bern ähnliche Einheiten. Ihre Feuertaufe erhielten die grünen Zürcher Jäger im Krieg von 1799, als französische, russische und österreichische Armeen in unserem Land um die Vorherrschaft kämpften und dabei auf beiden Seiten Schweizer Hilfstruppen einsetzten. |
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40 Mann gegen 40000 Es waren Scharfschützen "aus Landolt's guter Zucht" (40 Mann unter Feldweibel Rudolf Brändlin), die am 17. August in Kleindöttingen mit dem gezielten Abschuss der österreichischen Pontoniere und Offiziere, den Aareübergang der 40 000 Mann starken Armee unter Erzherzog Carl verhinderten. Zürcher Scharfschützen kamen im September auch bei der Seeüberquerung von Richterswil nach Stäfa gegen die Legion Bachmann und schliesslich bei Näfels gegen die Vorhut der Suworowschen Armee unter Fürst Bagration zum Einsatz. Für Salomon Landolt, der ein entschiedener Gegner der französischen Invasoren war, und selber aktiv in den beiden Schlachten von Zürich die Russen und Österreicher unterstützt hat, war es eine "bittere Pille", miterleben zu müssen, wie seine eigenen Jäger, durch den Lauf der Geschichte auf die Seite des Feindes gerieten. Nach dem Abzug der fremden Besatzung und im Zuge des Wiederaufbaus der Zürcher Miliz, wurde Landolt am 19.1.1805 zum Oberst der Scharfschützenreserve ernannt und mit der Reorganisation dieser Truppe beauftragt. |
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Die Waffe:
Die Uniform:
Die Landoltschen Jäger der SGU:
Salomon Landolt (1741 - 1818):
Quellen: Guido Wüest: "150 Jahre Schützengesellschaft Uster / 1835-1985" Festschrift zum 150-Jahr Jubiläum. Uster 1985 Hugo Schneider: "Vom Brustharnisch zum Waffenrock", Verlag Huber, Frauenfeld 1968 David Hess: "Salomon Landolt - ein Charakterbild nach dem Leben". Zürich, 1820 Gottfried Keller: "Der Landvogt von Greifensee" in GK sämtliche Werke, Ex Libris Verlag, Zürich 1952 Otto Schaufelberger: "Obrist Salomon Landolt, Landvogt von Greifensee" Festspiel für die 600-Jahrfeier des Eintritts Zürichs in die Eidgenossenschaft 1959 Anonymer Autor: "Die Grundsätze der Feldbefestigung für schweizerische Scharfschützen und Infanteristen", Stäfa, 1861 im Verlag der Gebrüder Gull |