Scharfschützen

Im Gegensatz zur gewöhnlichen Infanterie und zu den Jägern tragen die Scharfschützen den grünen Uniformrock und die typische Schützenmelone mit grünem Federbusch.

Die Scharfschützen bildeten in der Schweiz eine eigene Truppen-Kategorie: Eine Truppe mit starkem Korpsgeist und Waffenstolz. Weil die teure Ausrüstung auf eigene Kosten beschafft werden musste, waren es vor allem Söhne aus begüterten Familien, die sich den Beitritt zur Scharfschützentruppe leisten konnten. Das Wertvollste Stück der Scharfschützen-Ausrüstung ist der Stutzer. Mit dieser speziellen Waffe konnte man auf grosse Distanzen sehr präzis schiessen. Die Handhabung der empfindlichen Waffe machte ein ausserdienstliches Schiesstraining erforderlich, was den Zusammenhalt unter den Angehörigen dieser Elitetruppe noch verstärkte.

Die Schützenkompagnien wurden seit Salomon Landolts Zeiten zur Verteidigung befestigter Stellungen oder zur Sperrung von Engpässen eingesetzt. Die Waffe erwies sich als besonders wirkungsvoll im Gebirgskrieg.

Foto von den Filmaufnahmen 2002 im Aathal: Die Nummer an der Melone zeigt die Zugehörigkeit zur Bündner Scharfschützenkompagnie Nr 36 die als Artillerie-Bedeckung der Geb Bttr 26 zugeteilt ist.