Sonderbundskrieg 1847

Im Dezember 1845 bilden die Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Zug, Freiburg, Wallis, Ob- und Nidwalden eine "Schutzvereinigung gegen den Radikalismus", der von den Liberalen als "Sonderbund" bezeichnet wird. Die Tagsatzung beschliesst am 20.7.47 die Auflösung dieses Bundes, was von den konservativen Kantonen abgelehnt wird. Am 21.10. wird Oberstquartiermeister Henri Dufour von der Tagsatzung zum General gewählt und ein Heer von 50000 Mann aufgeboten. Am 4.11. beschliesst die Tagsatzung, die militärischen Mittel zur Auflösung des Sonderbundes einzusetzen. Freiburg wird eingeschlossen und kapituliert am 14.11. Am 21. kapituliert Zug. Am 22. kommt es zu Gefechten im Entlebuch, tags drauf bei Schüpfheim, Gisikon und Meierskappel, alle enden mit einem Sieg der Tagsatzungstruppen. Die Luzerner Regierung flieht. Die Auseinandersetzung zwischen konservativer und moderner Schweiz ist entschieden.

 
Die Lithographie von Ludwig Wegner, gemalt von Julius Sulzer, diente als Illustration des Soldatenliedes "der gute Kamerad" von Ludwig Uhland(1809): "Ich hatt' einen Kameraden…". Es zeigt eine Szene aus dem Sonderbundskrieg. Der Zürcher Infanterist, ein Jäger vom 3. Bataillon, trägt die Uniform kantonaler Ordonnanz.