Weidmesser Ordonnanz 1852
Als Beiwaffe trugen nach der Ordonnanz 1852 die Scharfschützen ein sogenanntes Weidmesser. Diese Blankwaffe diente als eine Art Machete im Unterholz, wo sich die Schützen als Einzelkämpfer bewegten. Für ihren Stutzer verfügten sie über ein spezielles Bajonett mit einer Stahlfeder zur Befestigung an einer Metallhülse neben dem Lauf. Wie bei den Kanonieren das Faschinenmesser, war das Weidmesser mehr Werkzeug denn Kampfwaffe.
Bilder und Text mit freundlicher Genehmigung von R.Rebmann



Infanteriesäbel, eidg. Ordonnanz 1842/52, für unberittene Mannschaft

Entspricht dem französischen Infanteriesäbel, „Briquet“, von 1801/1803 (wird auch als Modell 1816 bezeichnet). Am 20. August 1842 von der Tagsatzung zur eidg. Ordonnanz  erklärt. Gefäss mit Bogen aus Messing, Griff mit Rillen, oft mit Marken der kantonalen Zeughausverwaltungen versehen. Klinge ohne Hohlkehle oder Rinnen, Scheide aus geschwärztem Leder, Mundblech und Stiefel aus Messingblech.



Faschinenmesser, eidg. Ordonnanz 1842 und 1842/52 für Genie und Artillerie

Nach dem französischen „coupe choux“, Modell 1831, am 20. August 1842 von der Tagsatzung zur eidg. Ordonnanz  erklärt. Gefäss mit Parierstange aus Messing, Griff mit 26 Rillen, oft mit Marken der kantonalen Zeughausverwaltungen versehen. Klinge beidseitig mit Hohlkehle versehen, spätere Modelle mit Sägerücken und ohne Hohlkehle oder Rinnen. Scheide aus geschwärztem Leder mit Mundblech und Stiefel aus Messingblech. Später auch mit Scheiden aus naturbraunem Leder (1922) oder ganz aus Stahl im Gebrauch.